19
Jun
2009

...

die Zeit vergeht nur langsam...

ich hab es geschafft die Waschmaschine anzustellen und die Wäsche aufzuhängen...
ich funktioniere...

... man lernt so einiges im Laufe eines unerbittlichen Lebens...
... man lernt zu funktionieren...
... irgendwie....

plötzlich klingelt mein altes Handy
... ich überlege wieso es überhaupt klingelt... mein normales handy liegt lautlos im Schubfach...
... aber dieses ist das andere... wer sollte da schon anrufen...
... ich lasse es klingeln...
... aber es klingelt weiter... sollte da ernsthaft einer dieser Menschen da draußen versuchen in meine Luftblase hier einzudringen? ... sollte wirklich jemand mich sprechen wollen? mich?
ich stehe auf und gehe zum Telefon... es ist F***y... ich geh ran...

er seufzt..
weil er schon an meinem Hallo hören kann, wie scheiße es mir geht...
... schweigen...
ich merke, dass er nicht weiß was er sagen soll...
wir schweigen uns an....
ich stelle ihm eine Frage um das Schweigen zu unterbrechen...
... er erzählt irgendwas.... aber es fällt ihm schwer... man merkt dass er versteht...

... dann fragt er mich, was der Grund war, warum D**k mit mir Schluß gemacht hat.
... ich sage ihm, dass es keinen speziellen Grund gibt...
... er hielt es wohl einfach für an der Zeit dies zu tun...
... es gab keinen speziellen Anlass...
... während ich das sage.... werd ich traurig...
... da ist es wieder.... das Gefühl zu ersticken... das Atmen fällt schwer...
... ich muss die Tränen wegdrücken...

... er fragt mich noch ein paar andere Fragen...
... aber ich habe keine Lust auf diese gezwungene Konversation...

... ich verabschiede mich... und wir legen auf...
... die Tränen kullern wieder...

... aber es ist etwas passiert... die Stille dieser Wohnung wurde für wenige Minuten durchbrochen... es war für eine kurze Zeit ein bisschen von Leben in diesen Räumen...

... aber nur für kurze Zeit... die Stille kehrt wieder ein...

Tränen und Stille

heut morgen klingelte der Wecker... unerbittlich... muss arbeiten...

... kann nicht... will nicht... will dieses Leben nicht....

für mich gibt es kein Licht mehr...
nichts mehr auf das ich mich freuen kann....

ich hab mich auf Arbeit gequält... meinen Job gemacht, wie immer....
... und wie immer hat keiner was gemerkt...
... Lachen kann man lernen...
... zwischendurch wieder heimlich weinen...
... kurz am Spiegel die Reste der verschwommenen Wimperntusche beseitigen...
... und wieder weiterarbeiten und zwischendrin mal lachen...
... und wie immer, keiner merkt was...

kaum sitze ich im Auto auf dem Weg nach Hause... kullern die Tränen wieder
... ich weiß nicht wo ich hin soll... ich fahre heim...
es gibt keinen anderen Platz auf der Welt für mich...
... als die Autotür hinter mir ins Schloß fällt... spüre ich einen schweren Stein auf meiner Brust...
... das Atmen fällt schwer... ich will nicht da hoch... ich will nicht in diese einsame Wohnung... wo die Welt still steht... wo mich die Einsamkeit erdrückt...
... die Tränen steigen wieder in meine Augen....
... ich steige mühsam Treppe um Treppe.... wenn ich nicht Angst hätte, einen Nachbarn im Treppenhaus zu treffen, würde ich weinend auf einer Treppe sitzen bleiben... aber ich beeile mich in meine Wohnung zu kommen... die Tür fällt ins Schloß... und da ist sie wieder.... die erdrückende Leere dieser Wohnung... es ist wie in einer anderen Sphäre... sie steht still...
das Leben hält an.... man könnte meinen, wenn man auf die Uhr schaut, dann wird der Zeiger sich nicht mehr bewegen...

da ist sie wieder diese lähmende Stille... ich mache den Fernseher an, damit es nicht so leise ist...

18
Jun
2009

Schlafen

allein, allein, ganz allein...

das Telefon ist leise... ich sitze in meiner Wohnung... die Welt scheint stillzustehen...

der Fernseher spielt vor sich hin....
aber ansonsten steht mein Leben still...

es ist angehalten... ich habe das Gefühl ich habe kein Leben mehr...
die Zeit scheint nicht zu vergehen.... alles ist so unreal....

Gedanken nie wieder glücklich zu sein...
Gedanken... die Brücke von oben...
ich überlege mich auf den Rand zu setzen...
und zu schauen ob ich den Mut finde zu springen...
aber dort ist eine Kamera... es muss schnell gehen...

... nicht mal für den Tod hat man Zeit ...
... ich werd noch verrückt...

ich will diese Gedanken nicht...
ich will glücklich sein mit dir...
einmal in meinem Leben glücklich sein
von jemandem im Arm gehalten werden
einfach nur im Arm gehalten werden

Gedanken warum mich noch nie jemand wirklich lieben konnte....
warum? warum nur? ich muss ein schlechter Mensch sein.... anders kann ich es mir nicht erklären

ich muss ins Bett... aber ich hab Angst... Angst vorm allein sein... nicht schlafen können...
Angst aufzuwachen und wieder diese schlimmen Gedanken zu haben...

da ist niemand, mit dem ich reden kann...
niemand zu dem ich gehen kann....
allein auf dieser Welt wo ich doch garnicht sein will...

wenn es möglich wäre, möchte ich einfach nur noch schlafen...
tage, wochen, monate... schlafen und keine Gefühle mehr spüren müssen....
nicht von den Gedanken erdrückt zu werden....
einfach schlafen...

noch einen Tag auf Arbeit durchhalten
aber dann kommt das Wochenende... und damit die geballte Einsamkeit...
mit all ihrer Wucht...
die Wochenenden sind das schlimmste...
ich hab keine Kraft mehr...

Zum letzten Mal

heute morgen bin ich aufgewacht...

die letzte Nacht an deiner Seite.
auf deinem Arm gelegen, an deiner Schulter..
an deinen Rücken gekuschelt.

Zum letzten Mal in deinem Bett geschlafen
zum letzten Mal deinen Duft spüren dürfen...

zum letzten Mal dass du am Bett standest und mir tschüss gesagt hast

zum letzten Mal an diesem Morgen...

ich wollte nichts sagen...
in der Hoffnung die Realität holt mich nicht ein...
in der Hoffnung ich schlafe nochmal ein...
und wache nochmal auf....
und alles war nur ein Alptraum....

aber ich wußte es ist wahr...
ich wußte du gehst jetzt

du sagtest, du meldest dich...
aber ich wußte, du würdest dich nie wieder melden...
nie wieder deine Stimme...
das letzte Mal gehört wie du die Tür ins Schloss gezogen hast

mein Traummann... gegangen... weg... nie wieder



... bevor ich zur Tür ging, war ich nochmal im Kinderzimmer, ein letztes Mal... Erinnerungen an eine Zeit als es noch ein Miteinander gab... als du noch glücklich mit mir warst...

... ich sah nochmal ins Wohnzimmer.... ein letztes Mal... ich weiß heute noch, wie ich es das erste Mal betreten hab... ich verabschiedete mich leise von deiner Wohnung...

... und zog die Tür ins Schloß.... zum letzten Mal...

17
Jun
2009

Anfang vom Ende

das ist der Anfang vom Ende...

er hat es getan...

ich gehöre nun nicht mehr zu seinem Leben
und er nicht mehr zu meinem

getrennte Wege wie er es nennt

aber wo ist mein Weg?
Hier ist kein Weg,
hier ist nur ein Abgrund.

Und ab morgen bin ich einen Schritt weiter...

Der letzte Tag meines Lebens an deiner Seite... der letzte... vorbei
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